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Ascension

Ascension Island ist eine kleine Insel, ungefähr auf halbem Wege zwischen Brasilien und Angola, irgendwo in der Mitte des Südatlantiks gelegen.

Erfahrenen Big Gamern schlägt das Herz beim Klang des Namens dieser Insel sofort höher, denn sie wissen: Hier befindet sich eines der letzten wirklichen Angelparadise auf unserem Planeten.

Nicht umsonst nennen einige Einheimische dieses Revier den "Jurassic Park" der Meeresfische. Vergegenwärtigt man sich die Lage und die Geschichte dieses kleinen Eilandes, wird auch schnell klar, warum dies so ist: Zum einen befindet sich die Insel vulkanischen Ursprungs fast direkt auf dem mittelatlantischen Rücken und ist damit praktisch ein von der Tiefsee emporragender Unterwasserberg, der sich dann über Wasser noch bis zu eine Maximalhöhe von 859 Metern weiter fortsetzt.

Die nächste Insel erreicht man dann erst nach einer 1250 km langen Seereise Richtung Süd-Ost. Dies ist die wesentlich bekanntere Insel St. Helena, auf der schon Napoleon sein Dasein fristete. Man kann sich gut vorstellen, dass allein schon diese geologischen Voraussetzungen geradezu ein Magnet für nahezu alle Fischarten des Südatlantiks sind. Hinzu kommt, dass Ascension - im Prinzip fast seit Menschen Gedenken - militärisches Sperrgebiet ist und es demzufolge keinerlei Berufsfischerei in den umliegenden Gewässern gibt.

Unterstellt ist die nur 12 x 14 km große Insel, welche offiziell am Himmelfahrtstag (engl: Ascension day) 1503 entdeckt wurde, der britischen Krone. Der weltbekannte Naturforscher Charles Darwin landete hier 1836 und war von dem Erscheinungsbild der Insel so begeistert, dass er begann die bis dahin komplett karge Insel mit einem umfassenden Bepflanzungsplan in einen "Garten Eden", oder vielmehr eine Insel Eden, wie man damals sagte, umzuwandeln. Heute bezeichnen Forscher dieses Experiment als erstes und erfolgreiches seiner Art, in dem ein erhaltendes und sich selbst reproduzierendes Ökosystem geschaffen wurde. Insbesondere in den Höhenlagen der Insel kann man dies bis heute erleben.

Zurück zur Fischerei - was kann man also von den Gewässern rund um die Insel erwarten? Nun, zum einen natürlich die "klassische" Big Game Fischerei, insbesondere auf Blue Marlin mit einer ganzen Reihe verschiedener Fischarten als Beifang (z. B. Sailfish, Wahoo, Thun, Dorado). Man wird hier zwar nicht unbedingt mehr Blaue Marline, als z.B auf den Kapverden fangen, aber zum einen hat man hier wirklich das ganze Jahr über die Chance (mit Schwerpunkt allerdings von Dezember bis April) und zum anderen sind die Fische im Durchschnitt deutlich größer. Wer auf der Suche nach einem wirklich großen Marlin ist, kommt früher oder später nicht an Ascension vorbei. Bei der Marlinfischerei wird dann traditionell mit Schleppködern gefischt.

Die vielleicht noch wesentlich spannendere Fischerei liegt hier aber ganz woanders: Beim "aktiven" Fischen, also: Jiggen, Poppern und Grundfischen - und das ist es auch, worauf wir in unserem Programm klar den Schwerpunkt setzen. Es gibt wohl kaum ein anderes Revier, wo man mit soviel Action rechnen kann. Und zwar sowohl vom Boot, als auch von Land aus! Beim Bootsfischen werden vor allem Amberjacks, Black Jacks, Grouper, Wahoos und natürlich die enorm stark vertretenen Gelbflossen Thunfische zur Beute gehören. Es dürfte wohl nicht übertrieben sein, Ascension als weltbestes Revier für die Yellowfins zu bezeichnen. Wir haben bei unserer ersten Testtour (im Juni) unzählige Fische im Bereich zwischen 20-70 kg an leichtem Gerät (also überwiegend an Jig- und Popperruten) und sage und schreibe 5 "Cows", also Gelbflossenthune über 100 kg, an schwererem Gerät gelandet. Der größte unserer Tour wog 122 kg - alles "Stand Up" (also ohne Kampfstuhl), da kann man sich schon richtig dran austoben....


Wie wird gefischt?

Ein typischer Tag, wenn man zum "aktiven" Fischen nach Ascension fährt, sieht in etwa wie folgt aus: Zunächst wird an einigen Plätzen, meist gar nicht sehr weit von Land entfernt, mit leichten Popperruten (also etwa100-150 g Wurfgewicht) auf Black Jacks, Dorados und Amberjacks gefischt. Die Fische hier liegen meist so in der 3-10 kg Klasse und liefern an leichtem Gerät einen sehr spannenden Drill. Weiter geht's in etwas tiefere Regionen, wo dann mit Jigs ebenfalls Amberjacks (in zum Teil größeren Kalibern), Black Jacks und auch Groupern nachgestellt wird.

Bei etwas längeren Fahrten von einem Angelplatz zum nächsten, werden auch mal kurzzeitig Schleppköder ausgelegt, die nicht selten sehr große Yellowfins an die Haken bringen. Kurz vor Einbruch der Dämmerung gibt es dann noch ein ganz besonderes Highlight: Dann macht das Boot normalerweise an einer Ankerobje fest, die ein paar Seemeilen vor der Küste plaziert ist. Nach einer kurzen Anfütterungsphase (das sogenannte "Chummming") kann man dann schon fast die Uhr danach stellen, dass sich ein Schwarm Gelbflossenthune einfindet. Natürlich mutet es schon beinahe etwas vermessen an, hier zu schreiben, dass dieser Schwarm immer nach kurzer Zeit auftaucht - immer ist vielleicht auch etwas zu gewagt, aber fast immer - wirklich!

Wenn die Fische dann am Boot sind wird - wieder mit leichtem Gerät - nur mit Fischfetzen beköderten Haken an freier Leine - geangelt. Die Bisse sind brutal und der anschließende Drill fordert Mann und Gerät einiges ab. Wer schon einmal einen 40 kg Thun an einer Popper-Rute gedrillt hat, weiß wovon hier die Rede ist - und die Fische sind hier nicht selten doppelt so schwer... Man muss das wirklich erlebt haben - wir haben uns innerhalb unserer Gruppe abgewechselt, so dass immer 1-2 Leute im Drill waren, während die anderen sich ein wenig von den Strapazen des gerade beendeten Kampfes erholt haben.

Mit Einbruch der Dunkelheit kann man sich dann - wer noch immer nicht genug hat - einer Herausforderung der ganz besonderen Art stellen: Das Grundfischen. Natürlich nicht irgendein Grundfischen, sondern auf Fischarten, die man vermutlich noch nie in seinem Leben zu Gesicht bekommen hat. Hier wird einem dann auch spätestens klar, woher diese Bezeichnung "Jurassic Park" kommt. Meist dauert es nicht allzu lange, bis die ersten Interessenten für die Naturköder gefunden sind -- und dann gibt es eigentlich nur 2 Möglichkeiten: Entweder ist es ein zähnestarrender, uriger Oilfish, bei dem man sofort den Eindruck gewinnt, er stamme aus einer anderen Zeit - oder es ist einer der riesigen Six Gill Sharks (also Sechs-Kiemen-Hai), die hier nachts ihr Unwesen treiben.

Diese Fische sind - ohne zu übertreiben - wahre Monster. Nach Auskunft des Skippers wurde noch kein Exemplar gefangen, welches leichter als 800 lbs (also ca. 360 kg) war. Bei unserem ersten Versuch ging eine 80er(!) Stand Up Rute zu Bruch - der 2. Versuch ging dann gut... der Skipper taxierte den Fisch auf 18 Fuß Länge (also etwa 5,50 Meter) bei rund 1350 lbs Masse (also gut über 600 kg). Willkommen auf Ascension!

Wer neben dem Bootsangeln auch Interesse an der Uferfischerei hat, wird hier ebenfalls kaum enttäuscht werden. Hier beginnt die interessanteste Zeit abends/nachts, wenn die millionenfach vorkommenden Drückerfische ihre Aktivitäten eingestellt haben und die großen Meeresräuber eine Chance bekommen, sich über die angebotenen Köder herzumachen. Hierbei sind es dann auch wieder insbesondere Black Jacks, Galapagos Haie - und nicht selten sogar Gelbflossenthune, wenn sie den Futterfischen bis dicht unter Land folgen.

Ascension hat auch abseits der Fischerei so manches zu bieten: So kommen zum Beispiel alljährlich die riesigen "Green Turtles", also große Meeresschildkröten, den ganzen Weg von Brasilien hierher, um am Strand ihre Eier abzulegen. Insbesondere in den Abend- und Nachstunden hat man hier immer die Aussicht, gerade geschlüpfte Babyschildkröten bei ihrer Wanderung ins Meer zu beobachten. Im Sommer kommen noch die riesigen Walhaie hinzu - wir hatten bei unserer Tour im Juni drei Mal einen solchen Giganten direkt am Boot, Einmal sogar so nah, das man ihn anfassen konnte, als er mit seiner Nase gegen das Heck stieß. Er hatte wohl unser Boot mit einem paarungswilligen Weibchen verwechselt...


Die An-/Abreise

Ascension ist nur mit einer vom britischen Militär (Royal Airforce) eingesetzten Zivilmaschine zu erreichen. Die Flüge starten vom Militärstützpunkt Brize Norton (etwa eine Autostunde von London entfernt). Auf diesen Flügen gibt es immer nur Plätze für maximal 10 Zivilisten. Wir organisieren sowohl diesen Flug, als auch den Zubringer nach London und auch den Transfer zum Militärstützpunkt für Sie.

Ascension ist zum Jiggen, Poppern und Grundfischen ein Ganzjahresziel -- da aber in den Wintermonaten verstärkt die Marlinangler die Insel aufsuchen und das Boot dann auch höhere Charterraten hat, empfielt sich eine Tourenplanung von Mai bis Oktober. Besondere Hinweise: Ascension ist ein absolutes Ausnahmerevier Revier, was dem Angler schon eine gewisse Belastbarkeit abfordert. Man muss kein austrainierter 10-Kämpfer sein, aber sollte schon eine gewisse Fitness mitbringen. Vor allem das Fischen kann sehr anstrengend sein, zumal auch - je nach Seegang - die Drills noch erschwert werden können.

 

Die "Harmattan" ist eine 36 Fuß Rampage Yacht mit 2 x 435 PS. Je nach dem, ob auf Marlin gefischt werden soll, werden bedarfsweise Outrigger + Kampfstuhl montiert.

130 lbs Ausrüstung (für Kampfstuhl) und 50-80 lbs Stand Up Gerät ist an Bord vorhanden. Zum Jiggen/Poppern und Grundfischen wird das Boot für bis zu 5 Anglern genutzt. Hierbei können 2 Angler sich den Bug teilen und die anderen 3 stehen im Heck.

Das Hotel Obsidian liegt nur 5 Gehminuten vom Hafen entfernt.

Hier findet man ordentliche, klimatisierte Zimmer und ein Restaurant, wo sich abends nicht nur die Hotelgäste einfinden.
 
Zum Hafen geht man etwa 5-10 Minuten zu Fuß.

Mit unserem Angebot für die folgenden Touren wenden wir uns insbesondere auch an Einzelfahrer.

Termine: 17.05.-27.05.2017 und 28.05.-07.06.2017




Leistungen

  • Flug Deutschland-London

  • Transfer von London nach Brize Norton

  • Flug Brize Norton - Ascension

  • Transfer auf Ascension

  • Unterkunft in Doppelzimmer für 8 Nächte

  • 5 Ausfahrten (3 x Tag + 2 x Nacht*)

  • Uferfischen** nach Belieben

  • Betreuung: Kai Witt, Global Fishing Adventures


Preis pro Person: € 3.869.-


Tour-Code: GFA-ASC-1
 
Mindestteilneherzahl für diese Reise: 8 Personen
Die Mindestteilneherzahl muss spätestens einen Monat vor Reisebeginn erreicht sein -- wir werden Sie entsprechend informieren.
* Die Tagesausfahrten dauern jeweils ca. 8 Stunden und die Nachtausfahrten ca. 5-6 Stunden (meist von etwa 17:00 - 22:30). Es sind jeweils 5 Angler an Bord.
 
** Für das Uferfischen ist es ratsam, sich einen Mietwagen zu nehmen, um problemlos an die aussichtsreichen Plätze zu gelangen. Die Fahrzeuge kosten ca. 25-30 englische Pfund pro Tag (direkt beim Hotel erhältlich) und sollte aufgrund meist hoher Nachfrage vorher bestellt werden.

 

Für Reisegruppen von 3-5 Personen erstellen wir Ihnen gern ein individuelles Angebot entsprechend Ihren Wünschen.

Für da Fischen auf Marlin machen wir Ihnen ebenfalls gern ein individuelles Angebot. Hier ist es auch von Vorteil, wenn Sie bereits eine kleine Gruppe von 2-4 Anglern zusammen haben